Sondierungsprojekt „Textil-RE-acts“

Sondierungsprojekt „Textil-RE-acts“

Das Forschungsprojekt Textil-RE-acts erarbeitet für die ehemalige Textilfabrik in Hirschbach (NÖ) ein denkmalgerechtes Revitalisierungskonzept, das das Gebäude zu einem gemeinschaftlich getragenen Wohn-, Arbeits- und Kulturort transformiert.

Im Fokus stehen nachhaltige Bestandsentwicklung, partizipative Baugruppenprozesse sowie innovative Finanzierungs- und Eigentumsmodelle als Alternative zum Einfamilienhaus-Neubau im ländlichen Raum – ohne zusätzlichen Bodenverbrauch. Geplant sind eine ressourcenschonende Sanierung nach den Prinzipien des New European Bauhaus, CO₂-neutrale Energielösungen und klimaresiliente Infrastruktur. Ziel ist ein übertragbares Modell, das ländlichen Leerstand in sozial, ökologisch und wirtschaftlich tragfähige Zukunftsorte umwandelt.

Das interdisziplinäre Team besteht aus e7 (Projektleitung, Sanierung, Energie), StudioCalas (Architektur), grünplan (Freiraumplanung) und Christoph Kirchberger (Partizipation, Finanzierung, Mobilität). Methodisch verbindet das Projekt Planung, Beteiligungsprozesse sowie die Entwicklung nachhaltiger Sanierungs- und Nutzungskonzepte inklusive lokaler Kooperationen.

Gefördert vom Klima- und Energiefonds im Programm „Leuchttürme der Wärmewende 2024“, liefert das Projekt eine umfassende, einreichfähige Planung für die Sanierung – ohne Kosten für zukünftige Bewohner:innen.

Erarbeitet werden Konzepte für:

  • Fossilfreie, regionale Energie: Abwärme vom benachbarten Tischlereibetrieb (Nahwärme), Photovoltaik und die Einbindung in die lokale Energiegemeinschaft sorgen für eine stabile, leistbare und klimaneutrale Energieversorgung.
  • Klimaresilienter Außenraum: Regenwasser wird gesammelt und genutzt – für Bewässerung, Starkregenschutz und ein besseres Mikroklima. Begrünte Fassaden, Bäume und natürliche Plätze fördern Biodiversität und Gemeinschaft.
  • Nachhaltige Mobilität: Car- und Fahrrad-Sharing, E-Ladestationen sowie regionale Anbindungen und Kooperationen reduzieren Emissionen und sparen Platz, Geld und Autos – so bleibt mehr Raum für Grünflächen und Begegnung.

Ein Vorteil für die künftige Baugruppe: Noch bevor eine finanzielle Beteiligung entschieden wird, liegen zentrale Grundlagen bereits vor. Das Projektteam hat ein Sanierungs- und Energiekonzept erarbeitet, Wohn- und Nutzungsszenarien entwickelt sowie barrierefreie und gemeinschaftliche Raumkonzepte ausgearbeitet. Auch Mobilität, Freiraum, Organisation sowie rechtliche und wirtschaftliche Fragen (z. B. Eigentums- und Trägermodelle) werden bereits geklärt.

Aktuell ist das Projekt auf der Suche nach weiteren Interessent:innen zur Mitwirkung an diesem gemeinschaftlichen Wohnprojekt!

In einem umfangreichen Exposé finden sich detaillierte Informationen zu den zukünftigen Wohnungskonzepten, wie etwa zwei barrierefrei gestaltbaren Wohnungen im Erdgeschoss, drei Wohnungen im Wiener Altbaustil im Obergeschoss sowie gemeinsam genutzte Bereiche wie eine Werkstatt, ein Veranstaltungsraum im ehemaligen Maschinenraum und Co-Working-Räumlichkeiten. Weitere Informationen zum Gebäude, dem Leben in Hirschbach, der öffentlichen Anbindung und zu den Finanzierungssystemen und Organisationsmodellen sind ebenfalls im Exposé und in den FAQs auf der Website der Textilfabrik zu finden.

Falls das Projekt Ihr Interesse weckt, haben Sie derzeit die Möglichkeit, aktiv an der Entstehung eines zukunftsfähigen, gemeinschaftlich getragenen Wohn- und Kulturortes mitzuwirken. Wir suchen Menschen unterschiedlichster Generationen und Lebensformen – von jungen Erwachsenen bis zu Kulturschaffenden – die das Vorhaben eines nachhaltigen, gemeinschaftlichen Lebens und Bauens im ländlichen Raum mitgestalten möchten.

Melden Sie sich bis spätestens 22. Mai bei Barbara Calas-Reiberger (Initiatorin, StudioCalas) oder Alessa Klie (Projektleitung, e7), um am Entscheidungsworkshop am 11. Juni teilzunehmen und aktiv Einfluss auf die Weiterentwicklung des Projekts zu nehmen!

DI Barbara Calas-Reiberger

T: +43 664 56330 – 18

barbara@studio-calas.net

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